Bedroom 2.0 Wie man sich bettet, so schläft man...

Aktualisiert: Apr 2


...oder,

was kann man über diesen Bereich noch berichten, was nicht schon bekannt wäre?


Das Thema "Schlafzimmer" ist ja selbstredend, oder?


Mir sind aber ein paar klitzekleine Themen eingefallen, über die es sich diskutieren ließe:


  1. Schlafkultur gestern und heute

  2. Schlafqualität 2.0

  3. Materialeinsatz gemütlich und bequem

  4. Wer schläft eigentlich warum auf welcher Seite?

  5. Warum schleicht die Katze in mein Bett?

  6. Bügelbrett und TV, muss das sein?

  7. Schlafzimmerschränke oft zu klein und unpraktisch?

  8. Ablagemöglichkeiten und Deckenlampen


In den letzten Jahrzehnten hat sich in unserer Bettkultur, was unser heutiges Thema

"Schlafzimmerschränke" betrifft, viel verändert, nicht zuletzt: schwedischer Hersteller sei Dank.


Von dieser nordischen Seite her wird uns anschaulich gezeigt, wie man seine Kleidung mal praktisch und mit wenig "Flocken" verstaut; wie man Regale, Bastkörbe, Schachteln, anders, intensiver nutzen kann. Eine Welt der Ideen tut sich auf. Schweden sei Dank!


Meinen Fragen:


War es diese schwedische Revolution, die uns 1974 in Deutschland einrichtungstechnisch und somit kapitulierend beigebracht hat, was Einrichten bedeutet?


Wären wir ohne Schraubenset-Produkte überhaupt in der Lage gewesen, ein Schlafzimmer praktisch aufzubauen und einzurichten?


Oder war es lediglich der Zeitgeist, unsere Einstellung zu den Eichenmöbeln unserer Eltern, der diese Überschwemmung von Leichtbauweise erst möglich gemacht hat? Das moderne, außergewöhnliche Design der Nordlichter muss es gewesen sein.


Ich und der Schwede


Meine persönlichen Erfahrungen mit dem, jedermann bekannten, schwedischen Überflieger der Möbelwelt ist bestimmt schon mehr als 30 Jahre her. Ich war damals noch eher der Typ, der die anderen erst mal schrauben ließ. Beobachtung mit Abstand.


Ich schaute mir aus der sicheren Entfernung von einigen Jährchen an, wie meine FreundInnen mit wegklappenden Regalbrettern, Blasen an den Händen und durchgedrehten Schrauben klar kamen. Mir war das irgendwie suspekt.


Mein Steinbock in mir sagte: Dieser unermüdliche, stundenlange Einsatz, um ein Pappmaché-Möbel in die Wohnung zu stellen, ist nicht meins.


Mich zog es damals noch immer zu den "ordentlichen Möbelhäusern, die was auf sich hielten", wie ich dachte. Klar, war viel teurer, aber das Möbelstück kam in einem Stück zu mir nachhause, fein geliefert von 2 netten Typen, die es an Ort und Stelle abstellten. Perfekt!


War schon schön, wenn man die Kinderzimmerkommode nicht noch den halben Tag zusammen puzzeln musste. Man war ja eh schon beschäftigt genug: Nach dem Frühstück schnell die Kindergartenfahrt, mittags noch einmal, warmes Mittagessen um 12:30 Uhr, Vorschulturnen mit der Kleinen und Kindergeburtstag auch noch vorbereiten, 18:30 Uhr Abendessen, wieder frisch gekocht, zwischendurch Bügelwäsche und die Grabbepflanzung für Morgen nicht vergessen abzuholen. ....na ja, mir blieb ja noch Zeit, eine Runde Sonnenbaden auf der Terrasse, derweil die Kleinen im Sandkasten ihre Sandkuchen weg futterten. Was auch sonst?

Aber: Zurück zum Thema, ich schweife sonst schon wieder ab...


Sind Schlafzimmerschränke praktisch eingerichtet?


Oder kann uns der Handel, außer die Schweden, hier inzwischen bessere Vorschläge machen, die uns, verwöhnte Gesellschaft, zufrieden stellt? Eine provokative Frage, der ich nachgehen möchte.


Gut Betuchte lassen sich in ihrem Wohnumfeld vielleicht einen 30 m² Raum als Ankleidezimmer einrichten. Ist nicht jedermanns Geldbeutel wert aber trotzdem ungemein praktisch. Der Traum jeder Frau, glaube ich zu wissen. In unseren Haus haben wir die Lilliput-Version versucht, ist zwar ganz praktisch, aber im Nachhinein: doch zu klein, um Ankleide zu nennen. Hinterher ist man immer schlauer.



Solltest auch Du zu den Frauen gehören, die diesen Traum verwirklichen wollen, ist gute Fachberatung unerlässlich. Egal, wie man es plant, der Experte weiß es besser. Und das ist auch gut so. Denn die Investition in eine solche Inneneinrichtung ist nicht unerheblich und sollte gut geplant sein.


Für uns "Normalos" kommt diese Variante ja deshalb eher nicht in Frage, wir suchen und finden alles noch im alt bekannten Kleiderschrank & in der Kommode mit Spiegel drüber.


Der Kleiderschrank und seine Geheimnisse


Wenn man darüber nachdenkt, welche Dinge und Kleidungsstücke ein Schlafzimmerschrank so alles verstauen muss, kommt das einem Projektplan gleich.

  • Hier will der beste Partner aller Zeiten seine Jeans wie auch

  • seine Hemden gut aufgehoben wissen,

  • die Prinzessin auch die Röcke und vor Allem,

  • ihre Sportsachen, gut sichtbar gefaltet und in Farben sortiert.

  • ....


Die Paar-Absprache, wer welche Sachen wo hinlegen, hinhängen, verstauen darf, kommt oftmals einem Ringkampf gleich. Hier hilft es auf jeden Fall sich klar zu machen, wie viele Kleidungsstücke von wem in welchen Bereich des Allerheiligsten dürfen.


Vereinbarte Ausweichmöglichkeiten bieten hier Schubladenkommoden und Regale.



Wir Frauen haben letztlich die Entscheidungsgewalt, oder?


Wir bestimmen, was wohin geräumt, wo verstaut, wie gefaltet und wo platziert wird. Das war immer so und wird auch so bleiben - außer in Männerhaushalten. Ok.


Versuche den Raum optimal auszunutzen!


Hast Du schon mal darüber nachgedacht, ob Du den Stauraum über Deiner Schlafzimmertüre nutzen kannst? Ein praktisches Regal (Schreiner oder der Schwede) kann bereits viel aufnehmen. Mit schicken Körben oder Deckelschachteln ergibt sich hier eine wunderbare Möglichkeit, Dinge, die man nicht so oft benötigt, unterzubringen.

Kein Platz sollte ungenutzt sein. Manche verwenden sogar an den Stauraum unter dem Bett. Denken Sie allerdings daran, diesen Bereich regelmäßig zu entstauben. Hier lauert die Gefahr des Vergessens!


Manche Kleiderschränke passen ja nicht genau bis unter die Zimmerdecke. Was also tun, um Staubecken zu vermeiden?


Frag hier den Schreiner Deines Vertrauens. Er bastelt Dir eine einfach zu handhabende Klappe, die den Stauraum gut verschließt und die Lücke zwischen Decke und Schrank verbindet. Dadurch entsteht wertvoller Stauraum für Dinge, die Du nicht so oft brauchst.




Fassen wir zusammen:

Was braucht es, um den Kleiderschrank (das Schlafzimmer) so organisatorisch einzurichten, dass wir zufrieden und nicht jeden Morgen gestresst sind?


  • gut ausgestattete Schränke, genügend Fachböden und Schübe

  • praktische Zusatz-Regale mit passenden Einsatzkörben oder Deckelschachteln

  • eine sinnvolle Einteilung im Kleiderschrank, angepasst den Bedarf

  • gutes Licht im Schrank erleichtert die Suche ungemein, LED´s in großer Auswahl kann der Handel anbieten, um nach zu rüsten

  • Ausnutzung kleinster Ecken, wie über der Türe oder unter dem Bett

  • pflegeleichte Oberflächen, die sich leicht reinigen lassen

  • einheitliches, harmonisches Gesamtbild in der Optik, damit es im Schlafzimmer farblich nicht zu "unruhig" wird

  • Ausgleich von haptisch angenehmer Bettwäsche/Decken/Kissen gleichen glatte Oberflächen von Schränken harmonisch aus

  • Grünpflanzen dürfen ruhig ins Schlafgemach, lockert den Gesamteindruck auf


Lassen wir uns auf den Schweden ein oder besuchen wir das Fachgeschäft unserer Eltern oder lieber online? Das muss jeder für sich entscheiden, oftmals auch der Geldbeutel.


Dennoch: auch die Schweden wissen inzwischen, wie sie Kunden glücklich machen.


P.S.

Mein 1. Einkauf, etwa 1995, bei diesem innovativen Konzern werde ich nie vergessen:

4 Stunden Einsatz, 70 km Fahrt, eine beratende Tochter, 2 Regale, eine Arbeitsplatte und ein Wuschelteppich in Weiß und jeden Menge Kleinkram.


Leider haben all diese Dinge nicht lange bei mir überlebt. Irgendwie kam ich nicht klar damit. Komisch. Weiß gar nicht mehr warum...?



Ihr Lieben,

macht es Euch in Eurem Schlafzimmer heute sehr gemütlich. Wie, das überlasse ich Euch.


Denkt dran, nur Ihr bestimmt wie es in diesem Zimmer aussieht, was dort läuft und oder nicht. Lasst Euch nicht verunsichern, denn es ist Euer Raum, den Ihr mit Liebe eingerichtet habt.


Schmeißt Eure Pullover aus der Wintersaison raus und holt die T-Shirts vor: es ist Frühling!


Ich wünsche Euch eine herzliche, ausgeschlafene Zeit, und - bleibt bitte neugierig auf das nächste Kapitel zum Thema: Bedroom 2.0.

Eure Conny Weckauff













4 Ansichten0 Kommentare