Du bist was Du isst oder Ernährung ist die Grundlage der Gesundheit

Aktualisiert: Apr 2

Was macht Ernährung mit meinem Körper?



Gesundes Essen ist meinem Mann und mir sehr wichtig. Saisonales Kochen ist für uns selbstverständlich und regionale Produkte zu verarbeiten sowieso.


Ich erzähle Euch heute mal aus "Conny´s Küchenwerkstatt", wenn Ihr mögt.


Wer bin ich, wenn es ums Essen geht und wie ernähre ich mich so?


  • Erzähle mir von einem guten Food oder Rezept und ich habe die Zubereitung als Film im Kopf.

  • Wenn mir ein Essen besonders gut gelungen ist, komme ich auch schon mal gerne ins Schwärmen. Meine Freunde kennen das seit Jahren und amüsieren sich schon mal, weil ihnen beim Zuhören das Wasser im Munde zusammen läuft und sie fragen, wann sie vorbei kommen dürfen...klar.

  • Frisches Gemüse und Obst der Saison zu verarbeiten macht mein Essvergnügen aus.

  • Von guten Kochbüchern (Jamie & Co.) lasse ich mich gerne inspirieren und probiere aus, auch wenn manches Rezept beim Lesen schon mal abgewandelt wird, aber das macht ja das Kochen so interessant.

Mein bester Ehemann der Welt ist, das wisst Ihr noch gar nicht, von Haus aus erfolgreicher Koch. Tatsache! Nur so nebenbei als Info für Euch, falls Ihr Euch fragt, warum ich das Eine oder Andere so erzähle und nicht anders.


Ich meine, wer von Euch hat einen Koch als Ehemann? Wahrscheinlich werde ich jetzt von 1000 Ehefrauen beneidet. Das ist zu viel der Ehre. Denn Ihr wisst nicht, wie das reale Leben mit einem Koch im Ruhestand zuhause aussieht. Davon habt Ihr gar keinen Schimmer!!!

Aber diese Geschichte über "heute kocht der Koch selbst" erzähle ich Euch ein anderes Mal - denn mein heutiger Beitrag geht um Gesundheit auf dem Teller.



Für mich ist gesundes und nachhaltig produziertes Essen sehr wichtig. Alles Andere kommt nicht mehr in die Tüte.


Aber diese Einstellung hat einen komplexen Auslöser gebraucht, damit ich endlich merkte, wie wichtig gute, gesunderhaltende Ernährung ist und welchen Einfluss sie auf mich und meinen Körper fast unbemerkt auslösen kann.


Man schrieb das Jahr ´85, eine Ewigkeit her also, da habe ich mich umorientieren müssen, für ein Dreivierteljahr nur vollwertige Ernährung zu zulassen. Hieß ganz konkret: Von heute auf morgen:

  • kein Fleisch

  • keine Wurstwaren

  • keine Weißmehlprodukte

  • kein Alkohol

  • kein Kaffee

  • kein Industriezucker

  • viel Wasser und

  • NUR Bio-Produkte

  • und schon gar nicht rauchen, Bäh!

Nach 2 Wochen kannte man mich in jedem Bio-Laden in unserer Umgebung. Für die 4-köpfige Familie hieß das: Mutter kocht einmal Vollwert für sich, einmal normal für Family. (meine Familie schaute skeptisch in meine Töpfe und schüttelte den Kopf: davon wird man satt?)


Warum der ganze Aufwand?


Gelenk-Rheuma kennen nicht viele in ihrer ganzen Symptombreite. Aber wer diese Diagnose erhält, ist zunächst immer geschockt und erst einmal ratlos. Mein Internist hat mich aufgeklärt und ich wer erst mal down. Akzeptanz ist schwer, aber nach notwendiger Kortison-Behandlung habe ich mich in eine ergänzende Art von Nach-Heilung begeben, die eine Alternative zur konventionellen Medizin war. Heilpraktiker.


Um es kurz zu beschreiben:

Meine Blutwerte waren nach diesen 9 Monaten endlich wieder top! Leber und Nieren entgiftet. Meine rheumatischen Beschwerden so gut wie verschwunden und ich merkte rasch, dass die Behandlung Wirkung zeigte.

Während dieser Ernährungsumstellung war schnell klar, dass das ergänzend zu den notwendigen Medikamenten ein Schlüssel zum Erfolg sein konnte. Ich beschaffte mir zusätzliche Bücher, wie z.B. über vegetarische Brotaufstriche u.s.w. Parallel dazu erhielt ich Akupunkturspritzen und osteopathische Behandlung. Dieses Zusammenspiel hatte bewirkt, dass meine Werte langfristig gut wurden.


Warum erzähle ich Euch heute von meinen Beschwerden? Warum gehe ich ins Detail mit persönlichen Erfahrungen zu einer Krankengeschichte, die eigentlich keiner so preisgibt?


Ich möchte Euch mit meinem Beitrag dazu ermuntern, genau wie ich damals, Eurer täglichen Ernährung mehr Bedeutung beizumessen. Sie kann krank und auch gesünder machen.


Viele zu viele Jahre hatte ich meinem Körper durch unüberlegte Ernährungsformen geärgert, so dass Rheumasymptome sich verstärkten und durchbrechen konnten. Dass das Rheuma seit Kindertagen in mir schlummerte, wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht. Erst ein Facharzt konnte das abklären.


Gesundes Essen macht einen gesunden Geist & Körper


Da ich, wie Ihr jetzt wisst, sehr gerne koche, machte es mir nicht so viel aus, eine Vollwertvariante zu kochen und für die Familie das Übliche, das sie gewohnt war. Denn eins war klar: In den 80ern wollten nur wenige meiner Freunde den Vollwert-Bio-Laden betreten. Freiwillige vor? Du hast keinen mehr gesehen! ...Tofugoulasch und Vollkornkekse zu Weihnachten, für die Familie Gänsebrust und Spritzgebäck. War lustig damals. Aber wir haben es mit Humor und Ernsthaftigkeit gleichzeitig gut überstanden. Mein Mann hat mich darin sehr bestärkt und unterstützt.


Uns als Familie war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht klar, dass diese temporäre Ernährungsweise nicht nur zur Gesundung beiträgt sondern vielleicht überhaupt der Schlüssel zu einer ausgewogenen, gesunden Lebensweise sein konnte. In der Verwandtschaft wurde das damals noch etwas kritisch beäugt.


Was ich zu dieser Zeit besonders vermisste, war mein morgentlicher Kaffee! Habe ich gelitten! Tee mit Honig, morgens um 6 Uhr, um wach zu werden, ich hätte heulen können. Aber der Teeladen in Siegburg kannte mich schon bald als Stammkundin, bisher habe ich dort lediglich ab und zu frische, belgische Pralinen gekauft. Er frug mich deshalb jedes Mal, ob ich die Leonidas-Pralinen heute nicht doch mitnehmen wolle, wie sonst. "Vielleicht ein anderes Mal...!" Ich hätte am Liebsten in die Theke gebissen und war dann ganz schnell wieder im Parkhaus.


Anstatt dessen gab es nachmittags frisches Obst mit Körnerfrischkäse, Körner und Ahornsirup. Auch lecker, klar. Damals hat mein Magen wohl öfters gedacht, er ist umgezogen. Meine Haut, meine Muskeln, die Haare und Nägel, denen sah man meine gesunde Ernährung schon nach 4 Wochen an. Der Schlaf wurde besser und meine Laune auch. (trotz Apfelsaft statt Weißweinschorle abends)


Gesundes Essen hat schon lange einen festen Platz in meinem Leben gefunden und es fühlt sich gut und richtig an.


Bei Stress nicht rückfällig werden!


Natürlich gab es kurze Einbrüche, wenn Stress aufkam, wie es jeder von Euch kennt.

Da wurde dann klar, was Durchhalten heißt. In einen Apfel beißen anstatt die Plätzchen der Kinder futtern. War nicht immer leicht.


Waren wir bei Freunden zu Gast, checkte ich erstmal das Buffet. Was durfte ich essen, was nicht. Ich lernte mit wenig klar zu kommen, auch wenn die anderen sich die Teller voll schaufelten, blieb auf meinem noch genügend Platz. Dazu ein Glas frisches Mineralwasser und die Party konnte losgehen.


Wenn Du weißt, wofür Du das machst, geht alles leichter


Du musst die Motivation haben, den "Coach", den Du jede Woche triffst, dann hältst Du das durch. Nur durch positive Betätigung kannst Du bei einer Ernährungsumstellung dauerhaft einen Erfolg verbuchen. Kosten? Ja, das kostet immer, viel Motivation und ggf. auch den Trainer/Heilpraktiker/Ernährungscoach. Und Bücher lesen, viele Bücher, das war mein Durchhalteprogramm. (damals Internetrecherche? Eher unbekannt)


Und Heute?


Ziel dieser monatelangen Extratour war erfolgreich. Aber wie geht es weiter?

Meldet sich das Rheuma noch? Habe ich doch noch Beschwerden?

Natürlich verschwindet diese Autoimmunkrankheit nicht über Nacht. Wer sie einmal diagnostiziert bekommt, hat ein Leben lang etwas davon. Aber man kann durch gesunde Lebensweise und natürliche Ernährung, damit meine ich keine bis nur wenige, industriell hergestellte Produkte, das Krankheitsbild abschwächen und Symptome vermeiden.


Einzige Ausreißer, die ich mir nur ab und zu gönne, ist

  • ein gutes, selbstgebackenes Stück Kuchen

  • herrlich unverschämte belgische Pralinen aus Zeeland (nur 1 am Nachmittag)

  • ein frisches, kühles Weizenbier am lauen Sommerabend auf der Terrasse


Natürlich esse ich ab und zu, heißt ganz selten, Fritten oder mal eine Currywurst. Wenn diese Art der Junkfood-Ernährung nicht zum Programm wird, ist alles im grünen Bereich. Sobald die Gelenke wieder schmerzen, ist sofort Richtungswechsel angesagt und es heißt: Du hast nicht aufgepasst.


Eigentlich ganz einfach. Gesunde Ernährung und Bewegung. UND bitte keinen Stress!


Mein Beitrag ist für Dich, wenn Du an Ernährungsumstellung denkst, egal aus welchem Grund. Versuch nicht zu streng mit Dir zu sein, genieß auch mal eine "Extrawurst", aber nicht dauerhaft. Ein genussvolles Leben ist nicht abhängig von dicken Steaks oder einem Glas Rotwein, sie kann auch eine gut gemachte Bohnensuppe sein mit einer Scheibe Vollkornbrot.


Erst wenn Du den Erfolg der Umstellung an Deinem Körper bemerkst, Deine Haut sich verbessert, Du mehr Elan spürst und mehr Lust hast, bist Du auf dem richtigen Weg.


Der Weg ist das Ziel


Diese Weisheit lässt sich gut darauf beziehen:

  • fang immer mit kleinen Schritten an

  • nimm Dir ruhig mal die Wanderstöcke mit, wenn es weh tut

  • mach mal eine Rast und atme tief aus

  • lass Dir den Weg zeigen, wenn Du Dich verirrt hast

  • nimm Proviant mit, damit Du keinen Heißhunger entwickelst

  • pack den Rucksack nicht zu voll, er beschwert Dich nur

  • laufe weiter, auch wenn am Wegesrand die Verlockung wartet

  • schau an Wegekreuzen genau hin, welche Richtung Du einschlägst

  • lass Dich nicht von Weggefährten verführen und vom Weg abbringen

  • wenn der Weg zu weit scheint, fang nicht an zu zweifeln, halte durch

  • schau nicht zurück

  • das Ziel wartet auf Dich mit Gesundheit und einem Lächeln



Meine übliche Ernährungsweise:

  • ökologisch, frische Lebensmittel

  • Mediterrane Ernährungsweise

  • nachvollziehbare Bio-Ware der Saison

  • Ahornsirup und Honig aus der Region statt weißen Industriezucker

  • wenig Fleisch, wenn ja, Gutes von zertifizierten Bio-Höfen oder Metzgereien, die Kooperationen mit Bio-Höfen vereinbart haben

  • NUR Bruderhahn-Eier



  • viel frisches Gemüse und jahreszeitliches Obst vom Bauernlädchen

  • gesunde Butter statt industriell hergestellte Ersatzprodukte

  • sehr gutes, natives Olivenöl (ohne Zusatzstoffe)

  • Bio-Zitronen anstatt Essig im Salat

  • Verzicht auf industriell hergestellte Lebensmittel wie TK-Pizza etc.

  • gutes Mineralwasser, calciumhaltig und natriumarm

  • frische Weide-Milch, keine H-Milch

  • wenig rotes Fleisch, mehr Bio-Geflügel oder Lamm

  • Fischprodukte nach Zertifizierung



  • selbst kochen anstatt essen gehen

  • TK-Gemüse geht immer und Suppenfonds für den Vorrat

  • selbst hergestellte Marmelade oder Chutneys

  • Hülsenfrüchte, Sonnenblumenkerne, Nüsse etc.

  • selbst zubereitetes Speiseeis

  • Kuchen und Gebäck, aber bitte selbst gemacht und nicht zu viel davon!

  • Käse in Bio-Qualität

  • ...und Bewegung, jeden Tag

  • ...und - und: so weit wie möglich auf Stress verzichten, da wo es geht.


Vielleicht konnte ich Dir heute erzählen, was gesundes Essen mit uns allen macht und warum man manchmal einen Anstoß braucht, um das zu erkennen und umzusetzen.


Ich wünsche Euch, dass Ihr den Anstoß gar nicht erst benötigt und Ihr sowieso wisst, wie man sich die Gesundheit auf den Teller holt.


Kocht frisch, kocht nachhaltig und besonders wichtig: genießt Euer Essen, denn nur dann macht es den ganzen Körper glücklich. Und 2 Liter Mineralwasser trinken, nicht vergessen.


Herzlichst Eure Conny

...und bliebt immer lieber ordentlich ;-)


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