Warum es weh tun kann, los zu lassen

Wer sich nur ungern von zu vielen, liebgewordenen Dingen trennen kann, sollte sich professionelle Unterstützung suchen. LIEBER-ORDENTLICH ist für Sie der richtige Partner.




Ihr Kleiderschrank platzt regelrecht aus allen Nähten. Kommode ist auch voll. Es passt definitiv nichts mehr rein. Aber wohin jetzt mit den neu gekauften Shirts und Hosen?


Ausmisten und leer räumen hat immer mit uns selbst zu tun. Loslassen, sich von Dingen trennen, verschenken, wegwerfen, aus dem Blickfeld nehmen...das kann für manche sehr schmerzhaft sein, weil sie Angst vor Verlust und Kontrolle haben.


Manchmal ist meine "Schockmethode" genau das, was hier helfen kann.


Ich habe viele Menschen kennen gelernt, die zunächst beteuern, sich von den angehäuften Dingen in Ihrem Zuhause trennen zu wollen aber es beim aktiven Tun dann doch nicht gut schaffen. Sie winden sich, sie reden sich raus, sie halten fest.


Das hat mit der eigenen Persönlichkeit desjenigen zu tun? So einfach ist das aber nicht. Jeder von uns hat seine weichen und harten Kanten, die wollen verstanden werden, ich muss sie sehen, verstehen, um zu filtern.


Schritt 1

Wenn ich zum ersten Mal zum neuen Kunden/Kundin fahre, habe ich aus dem ersten Gespräch/Fotos/Videos eine Vorstellung, die mir hilft, die Situation vor Ort einzuschätzen. Aber: auch das ist nur die Halbe Wahrheit....



Schritt 2


Sobald mir die Haustüre geöffnet wird, empfängt mich ein ganz individueller Haushalt, eine private Welt. Bevor meine Kundin und ich jedoch in die Aktion starten können, ist immer erst einmal ein 15-Minütiges Gespräch vorab Pflichtprogramm. Das gemeinsame Tun muss mit Zustimmung beider Parteien untermauert werden. Die Kundenwünsche sowie die Vorgehensweise sollten immer zu Beginn geklärt werden.



Die große Frage, die sich die meisten meiner Kunden/Kundinnen stellen ist:

Wie schaffen wir es gemeinsam, die gewünschte Aufräumaktion tatsächlich erfolgreich auf den Weg zu bringen?


Meine Unterstützung ist nicht nur Beratung, ich packe auch tatkräftig mit an... aber was ist mit meinem Kunden/der Kundin? Ist die Bereitschaft da?


Einer meiner Methoden, die ich immer dann gerne anwende, wenn ich erkenne, dass die Motivation im Keller ist:


Schockmethode


Eine meiner LIEBER-ORDENTLICH "Therapien" ist so simpel wie erfolgreich, wenn mehrere Termine notwendig sind.


Die Kundin wird gebeten, bis zum nächsten Aktionstermin so viele Dinge wie möglich zu finden, die mehr als 12 Monate unbenutzt waren und auf die sie verzichten könnten.


  • das können alte Schuhe sein

  • umfangreiche Vasensammlungen der letzten 30 Jahre

  • Spielsachen der inzwischen erwachsenen Kinder

  • unmoderne Tischdecken, die man ja mal brauchen könnte?

  • Trödel-Schätze aus 20 Jahren Antikmarktbesuche

  • u.s.w.

Zunächst scheint diese Hausaufgabe einfach. Aber viele meiner Kunden berichten, dass sie damit bereits nach 20 Minuten überfordert waren. Die Begründung ist fast immer ähnlich:


  • ich hänge emotional an diesen Sachen, die erinnern mich an ...xy.....und das war immer so schön....mir kommen die Tränen....

  • ich weiß noch, wie das damals war, als meine Mutter....

  • meine Enkel könnten diese Dinge noch brauchen (die Kundin ist noch gar keine Oma)

  • diese alten Kerzenständer aus dem Urlaub haben mal viel Geld gekostet, die kann man nicht entsorgen...

  • etc...


Wie erreiche ich als Ordnungscoach, dass sich meine Kunden breitwillig emotional von diesen überflüssigen Dingen trennen und dabei nicht in Selbstzweifel geraten?


Antwort: Wir bieten eine nachvollziehbare Alternative, nämlich den aussortierten Sachen ein neues Zuhause, und zwar sofort.



Zum Beispiel sind Sozialkaufhäuser eine gute Adresse! Oder ein Verkauf bei Ebay-Kleinanzeigen...


Beim nächsten Aufräumtermin werden genau diese Dinge sofort in Umzugskartons geräumt, die den Namen: Verschenken/Verkaufen tragen.


Mein Kunde/Kundin wird gebeten, sich von diesen Sachen emotional zu verabschieden. Ernsthaft und schnell, wie wenn man ein altes Pflaster von einer Wunde abreißt. Der Schmerz tut kurz weh, aber er vergeht. Und nach einer Weile, wenn die Wunde geheilt ist, sieht man die Stelle gar nicht mehr. Alles wird gut.


In einer 2. Kiste dürfen die Dinge gesammelt werden, die vielleicht noch mal gebraucht werden. Das ist die ALTERNATIVKISTE, die eine zweite Entscheidung zulässt.


Nachdem der Anfang gemacht ist, können wir uns den Wunden nähern, die tatsächlich seit langer Zeit schmerzen und belasten. Das sind i.d.R. Sachen, die eng in Verbindung gebracht werden mit zerbrochenen Beziehungen, mit den alten Eltern, die vielleicht bereits gestorben sind, mit einem früheren Zuhause, das längst Vergangenheit ist.


Dafür ist ein 3. Karton/Kiste gedacht. Sie nenne ich Erinnerungs- und Daseinskiste.

Hierein dürfen die Sachen, die unbedingt bleiben müssen. Sie werden später neu eingeräumt, finden ihren richtigen Platz, weil sie zum Kunden gehören. Und das ist auch gut so.


Der Weg wird jetzt frei gemacht für ein frisches, ordentliches Zuhause, das nicht mehr belastet ist durch überflüssige Dinge,

  • die niemand mehr nutzt,

  • die nur sinnlos rumliegen,

  • die angestaubt in den Schränken liegen,